Corona-una-na

Plans and reality

Mein Plan geht nur teilweise auf. Das mit dem Yoga vor der Arbeit hat zwei Tage funktioniert, an den anderen Tagen war ich so müde, dass ich lieber noch etwas liegengeblieben bin.

Wie jedes Jahr in der dunklen Jahreszeit habe ich das Problem, dass ich abends todmüde wegratze, aber morgens regelmäßig zwischen 3 und 4 Uhr aufwache, weil ich ein Geräusch höre und danach nicht wieder einschlafen kann. Mein Gehirn springt dann an, wie ein Radio, meistens geistert mir sogar tatsächlich irgendein Lied durch den Kopf und so sehr ich auch versuche, nicht daran zu denken, wieder einschlafen zu wollen, sondern mich auf den Atem zu konzentrieren – es gelingt nicht.

Das mit den Spazierpausen haut, hingegen, sehr gut hin und tut vor allem auch gut.

Heute hatte ich einen kleinen Eingriff am Fuß (ein schwarzer Leberfleck wurde rausgeschnitten) und arbeite gar nicht. Ich hatte mir vorgenommen, den Fuß hochzulegen und den Tag lesend zu verbringen und nun ist es schon 12 Uhr durch und ich hab wieder fast nur am Handy gedaddelt. Schlimm.

Aktuelles Suchtlied:

Let it carry you

Eine Regelmäßigkeit ist nicht zu erkennen, ich weiß noch nicht genau, wie ich das Bloggen wieder beginnen soll. Also dachte ich mir, ich lasse Spotify shufflen, bis ein passendes Lied kommt und here we are. Ich glaube, so in der Art habe ich es bei 20six vor 150 Jahren schon gemacht und da kommt ein bisschen Nostalgie auf.

Aktuell sieht es die Lage bei uns so aus:

Die Tage plätschern vor sich hin, die Infektionszahlen steigen, der Winter rückt näher. Bekannte und Verwandte, die sich nicht an alle Regeln halten wollen, gibt es zu Genüge, aber ich bin des Diskutierens müde.

Wir dürfen jetzt öfter im Homeoffice arbeiten, was ich einerseits begrüße, da mir das pro Tag ca. zwei Stunden Zeit einspart, was ich andererseits aber auch mit einem weinenden Auge betrachte, weil die Kolleg*innen quasi fast die einzigen Real-Life-Kontakte sind, die ich noch habe. Der Gatte ist bereits seit März komplett im HO, aus Gründen.

Ich lese seit #deraktuellensituation wie bekloppt, weil ich keinen Bock mehr auf sinnloses TV-Geglotze habe, wenn mir dann aber mal wieder eine Serie gefällt, schnupfe ich sie an einem Wochenende bis in die Puppen weg – das ist auch nicht unbedingt empfehlenswert, weil es die Schlafzeit wesentlich verkürzt.

“After Life 2″,” The Umbrella Academy 2″, “The Haunting of Bly Manor” und “Die letzte Rede” habe ich in den vergangenen sieben Monaten gesehen, ich finde, das geht. “Star Trek Discovery 3” lasse ich mal außen vor, wobei ich es liebe, dass es immer nur freitags eine neue Folge gibt.

Ansonsten geht mir die Frage, was wir wie, wann und bei wem an Weihnachten machen wollen schon jetzt tierisch auf die Eier, seit Muddi nicht mehr ist, ist mir das sowas von egal. Außerdem, wenn die Pandemie mich bisher eines gelehrt hat, dann, dass man keine großartigen Pläne machen sollte – es kommt sowieso anders.

See day by day pass by
Each week another try
Rushing off the way you feel
Haste off the whats the deal