Bücher, Bücher und nochmals Bücher

Gedankengedöns

Müde bin ich.

In den letzten Tage habe ich, bis auf das tägliche Yoga, meine Gewohnheiten etwas schleifen lassen. Das Lesen, zum Beispiel, was aber auch daran liegen könnte, dass T. C. Boyle und ich einfach keine Freunde werden (ich hatte mit “Wassermusik” begonnen, es jetzt aber nach 150 Seiten einfach gelassen).

Die Abende, an denen ich weiß, dass ich am kommenden Tag im Homeoffice bin, sind entspannt, bzw. ICH bin entspannt. Wenn ich weiß, dass ich los muss, sind die Nächte unruhig. Schon komisch, was die Pandemie auf Dauer mit einem macht. Ich war sonst nie empfindlich, aber die steigenden Zahlen und die auftauchenden Risikobegegnungen in der Warn-App verunsichern offenbar mehr, als ich dachte.

Da mein Fuß wegen meiner eigenen Ungeduld immer noch schmerzt, werde ich auch erstmal nicht mehr joggen gehen (können), was mich auch nervt. Oft denke ich: Sei doch nicht so genervt, es ist alles ist gut, bis auf diese kleine Pandemie, aber andererseits, meine Fresse, lass mich doch genervt sein, es ist herrscht eben nicht jeden Tag eitel Sonnenschein.

Let it carry you

Eine Regelmäßigkeit ist nicht zu erkennen, ich weiß noch nicht genau, wie ich das Bloggen wieder beginnen soll. Also dachte ich mir, ich lasse Spotify shufflen, bis ein passendes Lied kommt und here we are. Ich glaube, so in der Art habe ich es bei 20six vor 150 Jahren schon gemacht und da kommt ein bisschen Nostalgie auf.

Aktuell sieht es die Lage bei uns so aus:

Die Tage plätschern vor sich hin, die Infektionszahlen steigen, der Winter rückt näher. Bekannte und Verwandte, die sich nicht an alle Regeln halten wollen, gibt es zu Genüge, aber ich bin des Diskutierens müde.

Wir dürfen jetzt öfter im Homeoffice arbeiten, was ich einerseits begrüße, da mir das pro Tag ca. zwei Stunden Zeit einspart, was ich andererseits aber auch mit einem weinenden Auge betrachte, weil die Kolleg*innen quasi fast die einzigen Real-Life-Kontakte sind, die ich noch habe. Der Gatte ist bereits seit März komplett im HO, aus Gründen.

Ich lese seit #deraktuellensituation wie bekloppt, weil ich keinen Bock mehr auf sinnloses TV-Geglotze habe, wenn mir dann aber mal wieder eine Serie gefällt, schnupfe ich sie an einem Wochenende bis in die Puppen weg – das ist auch nicht unbedingt empfehlenswert, weil es die Schlafzeit wesentlich verkürzt.

“After Life 2″,” The Umbrella Academy 2″, “The Haunting of Bly Manor” und “Die letzte Rede” habe ich in den vergangenen sieben Monaten gesehen, ich finde, das geht. “Star Trek Discovery 3” lasse ich mal außen vor, wobei ich es liebe, dass es immer nur freitags eine neue Folge gibt.

Ansonsten geht mir die Frage, was wir wie, wann und bei wem an Weihnachten machen wollen schon jetzt tierisch auf die Eier, seit Muddi nicht mehr ist, ist mir das sowas von egal. Außerdem, wenn die Pandemie mich bisher eines gelehrt hat, dann, dass man keine großartigen Pläne machen sollte – es kommt sowieso anders.

See day by day pass by
Each week another try
Rushing off the way you feel
Haste off the whats the deal